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Spanischer Safran

Spanischer Safran wächst vor allem in La Mancha, auf der Hochebene Kastiliens südlich von Madrid. Dort werden die Fäden traditionell kurz über milder Hitze geröstet, was ihnen eine leicht röstige Note gibt. Safran, der in La Mancha angebaut und verarbeitet wird, darf den geschützten Namen Azafrán de La Mancha tragen. Auf Spanisch heißt Safran azafrán.

Ende Oktober stehen in Consuegra die weißen Windmühlen auf dem Bergrücken, darunter liegen die Felder violett. Frühmorgens gehen Familien mit Körben durch die Reihen. Am Abend riecht es in den Küchen nach Glut und Honig, wenn die frisch gezupften Fäden über der Wärme trocknen.

Spanischer Safran: Wo wächst Safran in Spanien?

Spanischer Safran wird vor allem in La Mancha gewonnen, auf der Hochebene von Kastilien. Die Felder verteilen sich auf die Provinzen Albacete, Ciudad Real, Cuenca und Toledo. Das Klima ist trocken, mit heißen Sommern und kalten Wintern, und der Boden ist kalkhaltig.

Besonders bekannt für seinen Safran ist Consuegra in der Provinz Toledo. Kleinere Felder gibt es auch in Aragón und anderen Regionen.

Für die Bauern dieser Gegend ist der spanische Safran eine wichtige Einkommensquelle. Die Ernte dauert von Oktober bis November, und meist arbeitet die ganze Familie mit.

Azafrán de La Mancha: der geschützte Name

Azafrán de La Mancha ist eine von der EU geschützte Ursprungsbezeichnung (span. D.O.P.). Der Name steht für Safran, der in der festgelegten Zone von La Mancha angebaut, geerntet, getrocknet und verpackt wird.

Ein Kontrollrat prüft die Betriebe und vergibt Siegel mit Nummer. Azafrán de La Mancha erkennen Sie an diesem Siegel und am Namen der Ursprungsbezeichnung auf der Packung.

Spanischer Safran
AnbaugebietLa Mancha: Albacete, Ciudad Real, Cuenca, Toledo
Bekannter OrtConsuegra mit dem Fest der Safranrose
ErnteOktober bis November, von Hand
Trocknungkurz über milder Hitze geröstet („tostado“)
Geschützter NameAzafrán de La Mancha (D.O.P.), nummeriertes Siegel
SortierungenCoupé, Mancha, Río
Auf Spanischazafrán

Seit wann gibt es Safran in Spanien?

Seit über tausend Jahren wird in Spanien Safran angebaut. Der Überlieferung nach brachten die Mauren den Krokus mit, als sie große Teile der Iberischen Halbinsel beherrschten.

Davon erzählt bis heute die Sprache: Das spanische azafrán kommt vom arabischen az-zaʿfarān. Auch viele andere Wörter für Safran in Europa gehen auf diesen Ursprung zurück.

Lange war Spanien einer der wichtigsten Safranerzeuger Europas. Wie Safran in anderen Ländern wächst, lesen Sie etwa unter Iranischer Safran.

Warum wird spanischer Safran geröstet?

Spanischer Safran wird geröstet, weil die Bauern in La Mancha ihre Fäden seit Generationen so trocknen. Das Verfahren heißt „tostado“. Die frisch gezupften Narben liegen in einem feinen Sieb über Glut oder milder Hitze, nur kurze Zeit.

Dabei verlieren die Fäden schnell ihr Wasser und werden spröde. Das kurze Rösten gibt dem Safran eine warme, leicht röstige Note, die ihn von langsam getrocknetem Safran unterscheidet.

Wie Safran in anderen Ländern getrocknet wird und was beim Trocknen im Faden passiert, erklären wir unter Herstellung von Safran.

Safran auf Spanisch: azafrán

Safran heißt auf Spanisch azafrán, betont auf der letzten Silbe. Wer in Spanien Safran kaufen möchte, fragt nach „azafrán en hebras“ für Fäden oder „azafrán molido“ für Pulver.

Auch unser Firmenname kommt daher: Azafran ist das spanische Wort für Safran, nur ohne Akzent. Mehr zur Geschichte des Namens steht unter Safran Bedeutung.

  • Spanisch: azafrán, Fäden: hebras de azafrán, Pulver: azafrán molido
  • Katalanisch: safrà
  • Arabisch: zaʿfarān, die Wurzel des spanischen Worts
  • Englisch: saffron, „Spanish saffron“

Wie schmeckt spanischer Safran?

Spanischer Safran aus La Mancha schmeckt herb und honigartig wie jeder gute Safran, mit einer feinen Bitterkeit im Abgang. Durch das Rösten kommt eine warme, leicht röstige Note dazu.

Diese Note passt gut zu Reis, Fisch, Meeresfrüchten, Hähnchen und Tomaten. In der spanischen Küche trifft Safran oft auf Knoblauch, Olivenöl und Paprikapulver. Die Paprika bringt Süße und Rauch, der Safran Farbe und eine herbe Tiefe, die den Reis zusammenhält.

Zweihundert Krokusblüten liefern ungefähr ein Gramm getrockneten Safran. Darum reichen in der Küche wenige Fäden. Wie Sie Safran dosieren und wozu er passt, steht unter Safran Gewürz.

Spanischer Safran in der Küche: Paella und mehr

Die berühmte spanische Paella Valenciana kommt traditionell nicht ohne Safran aus. Er färbt den Reis golden und gibt ihm den typischen, leicht herben Duft. Wie Sie eine Paella mit Safran zubereiten, zeigen wir unter Paella.

Auch in Fischeintöpfen, in Reisgerichten mit Meeresfrüchten und in manchen Bohneneintöpfen Nordspaniens steckt Safran. Im Nachbarland findet er sich in der provenzalischen Bouillabaisse.

Ein Tipp aus La Mancha: Viele Köchinnen zerreiben die gerösteten Fäden zwischen den Fingern und lösen sie in etwas warmer Brühe, bevor sie in den Reis kommen. So verteilt sich die Farbe gleichmäßig. Weitere Ideen finden Sie bei unseren Safran Rezepten.

Coupé, Mancha, Río: spanische Safran Sorten

In Spanien wird Safran nach dem Anteil an reinem Rot sortiert. Die höchste Stufe heißt Coupé, danach folgen Mancha, Río und einfachere Sortierungen mit mehr gelbem Griffel.

Diese Stufen beschreiben die Güte der Fäden. Alle Sorten im Vergleich zeigen wir unter Safran Sorten.

Das Fest der Safranrose in Consuegra

Das Fest der Safranrose, die Fiesta de la Rosa del Azafrán, wird am letzten Wochenende im Oktober in Consuegra gefeiert. Dann ist die Ernte in vollem Gang, und das ganze Städtchen feiert den Krokus.

Zum Fest gehören Umzüge, Musik und ein Wettbewerb im Zupfen der Safranfäden. Wer im Herbst durch La Mancha reist, kann dort zusehen, wie flink geübte Hände die drei roten Narben aus jeder Blüte holen.

Safran aus Spanien kaufen: worauf Sie achten sollten

Wer Safran aus Spanien kaufen möchte, achtet wie bei jedem Safran zuerst auf die Güte. Sie wird nach ISO 3632 in Klassen eingeteilt, die beste heißt Kategorie I.

Dazu kommen die Merkmale, die Sie selbst prüfen können: tiefrote Fäden ohne viel Gelb, kräftiger Duft nach Honig und Heu, lichtdichte Verpackung. Wie Sie echten Safran erkennen, zeigen wir unter Safran Fälschungen. Was ein fairer Preis ist, steht unter Safran Preise.

Häufige Fragen

Wo wird spanischer Safran angebaut?

Spanischer Safran wächst vor allem in La Mancha, in den Provinzen Albacete, Ciudad Real, Cuenca und Toledo. Besonders bekannt ist Consuegra.

Was ist Azafrán de La Mancha?

Eine von der EU geschützte Ursprungsbezeichnung für Safran, der in La Mancha angebaut, getrocknet und verpackt wird. Sie erkennen ihn am nummerierten Siegel.

Was heißt Safran auf Spanisch?

Safran heißt auf Spanisch azafrán. Fäden heißen hebras de azafrán, Pulver azafrán molido.

Warum wird spanischer Safran geröstet?

Weil die Bauern in La Mancha ihre Fäden traditionell kurz über milder Hitze trocknen, genannt „tostado“. Das gibt eine warme, leicht röstige Note.

Wie schmeckt spanischer Safran?

Herb, honigartig und leicht bitter wie jeder gute Safran, dazu eine leicht röstige Note vom kurzen Rösten.

Wann ist das Safranfest in Consuegra?

Die Fiesta de la Rosa del Azafrán wird am letzten Wochenende im Oktober gefeiert, mitten in der Erntezeit.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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